Der Webmontag Frankfurt bringt Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Venture Capitalists, Forscher, Web-Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0 zusammen. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet immer am 2. Montag im Monat statt.
Jungejunge. Da hatte der arme Seb gestern tüchtig zu kämpfen – unser Videomann musste die ganze Zeit zwischen seinem Streaming-Platz und der Bühne hin- und herflitzen. (Die Schuld gebe ich Microsoft – nicht nur, weil MS ja irgendwie an allem Übel des vergangenen PC-Zeitalters mitschuldig war, sondern weil sich die Mac-Version von Powerpoint fröhlich über die Bildschirm-Einstellungen des Betriebssystems hinwegsetzt – nächstes Mal wissen wir es besser.) Aber ihr, das großartige #wmfra-Publikum, habt auch die technischen Hakeleien ohne Murren durchsessen. Danke!
Wenn es noch eines Beweises bedurfte, welche großartigen Menschen sich beim Frankfurter Webmontag einfinden, dann ist er nach dem Klick zu finden: der Abend in handgezeichneten digitalen Bildern – in einem Storify von @photostroller.
Sparrunden. Paywalls. Spott über Blogger. Klagen über die “Kostenlos-Kultur”. Content-Allianz. Leistungsschutzrecht. Verleger und andere Medienunternehmer reagieren heftig auf den digitalen Wandel. Aber vielleicht haben sie ja Recht, und man kann mit digitalen Inhalten nicht genug verdienen, um zu überleben. Oder doch?
Wie sieht die digitale Zukunft aus, beispielsweise für journalistische Inhalte? Für den Medien-WMFRA heute Abend wollten wir es wissen – und haben einige Experten auf der re:publica 13 gefragt.
“Hey! Du! Genau! Magst du vielleicht ein Geschäftsmodell kaufen? Ist eine Weltidee: Du druckst einfach alles aus, was so passiert. Und dann schneidest du hier und da was ab, bindest es in ein großformatiges Heftchen zusammen und verkaufst es am nächsten Morgen. Da können die Leute dann alles noch einmal nachlesen.”
“Wie? Reicht dir nicht? Na, da packe ich doch noch eine Idee oben drauf, wie du Informationen verkaufen kannst: Schnür einfach ein nettes, kleines Paket aus den Informationen – wichtig ist, dass für jeden was dabei ist; die Wahlergebnisse aus der Nachbarstadt, ein paar Immobilienangebote, ein paar Buchrezensionen. Denn jetzt kommt das Coole: Wenn einer nur eins davon haben will, muss er alles kaufen! Ist das nicht großartig?”
Klingt abwegig? Nun, genau so haben Zeitungen (und auch Radio und Fernsehen) immer funktioniert; dass dieses Modell im Digital-Zeitalter hinfällig ist, ist offensichtlich. Die Medien müssen sich für das Netz neu erfinden – so grundlegend wie kaum eine andere Branche. Das ist in jeder Hinsicht aufregend: auf der einen Seite führen Konzerne Abwehrschlachten mit Bezahlschranken und dem Leistungsschutzrecht, auf der anderen Seite – behaupte ich als Journalist – gab es noch nie so spannenden Journalismus wie heute im Netz.
Das kannst du mir glauben oder nicht; auf jeden Fall gibt es eine Menge spannende Webwelt-Geschichten rund um Medien zu erzählen. Geschichten vom Geschichtenerzählen mit digitalen Medien. Geschichten von der Social-Media-Revolution im Fernsehen und dem “Tatort” auf Twitter. Geschichten vom Überleben und vom Tod in der digitalen Welt. Geschichten von Memen, von der viralen Verbreitung von Ideen und Pointen. Und eine Geschichte vom dem, was nach den herkömmlichen Medien kommen könnte – Öffentlichkeit als Spiel.
Keine Geschichte: Der Medien-Webmontag am 13. Mail wird spannend. Auch und gerade für Netizens, die nicht in der Welt der alten Medien leben. Genau.
Erst wenn man am Scheitern scheitert, stehen die Chancen für eine erfolgreiche Firmengründung gut. Warum es sich lohnt, den Start-up-Prozess schlank zu halten, erläutert Nicolas Bös in seinem Ignite-Talk beim Webmontag Frankfurt #47 Ignite.
Was Headhunter und Personaler vermeiden müssen, wenn sie IT-ler für ihre Kunden als neue Mitarbeiter gewinnen wollen, sagt Fabian Beiner in seinem Vortrag beim Webmontag Frankfurt #47 Ignite.
Der German Venture Club e.V. teilt in Workshops sein Know-how mit Start-ups und solchen, die es werden wollen. Beim Webmontag Frankfurt #47 Ignite gibt Bernhard Fiedler Tipps und Tricks im Umgang mit Anwälten.
Funktionierende Zusammenarbeit beginnt mit einer Community of Practice, in der Leute mit gleichen Interessen zusammen kommen, um zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Was sonst noch zu einem erfolgreichen Community Management gehört, zeigt Thomas Olsen in seinem Ignite-Vortrag beim Webmontag Frankfurt #47.
Michael Krech zeigt uns in seinem Ignite-Talk beim Webmontag Frankfurt #47, wo wir im Arbeitsalltag nur allzu leicht kognitiven Verzerrungen unterliegen und warum aus Teamarbeit manchmal soziales Faulenzen wird.
Projekte, die uns wichtig sind, schnell, direkt und ohne Bürokratie umsetzen - Jula-Kim Sieber erzählt uns in ihrem Webmontag Frankfurt #47 Ignite Talk, wie das gehen kann: vom Bau einer Tuareg-Schule ohne Ecken und anderen internationalen Projekten zwischen Menschen.